

GIF-Animationen

Das Internet ist auf dem Weg zum beherrschenden Informationsmedium zu werden. Im Unterricht unserer Schule wird es bereits vielfach eingesetzt und im häuslichen Bereich der SchülerInnen ist es weiter auf dem Vormarsch. Animierte Bilder, die meistens in Form von "Gif-Dateien" ins Internet gestellt werden, sollen
Sie sind jedem Internet-Benutzer bekannt, und es gibt regelrechte Kataloge
mit interessanten und witzigen Animationen. SchülerInnen, die im Internet
surfen, stellen sich häufig die Frage, wie die "kleinen bewegten Bildchen",
die sogenannten "animierten Gifs" im Internet wohl entstehen und ob man sie
möglicherweise auch selber produzieren könnte. Diese Neugier habe ich in
meinem Kunstunterricht genutzt.
In einer Unterrichtseinheit in der 7. und 8. Klasse ging ich zunächst von
den "klassischen Animationen", den Daumenkinos und anderen historischen
"Animations-techniken" aus (Phenakistoskop, Zoetrop, Praxinoskop). Hier
konnten die SchülerInnen erste Erfahrungen mit der Gestaltung von kurzen
Bewegungssequenzen sammeln. Die Arbeit mit Buntstiften und Papier gestaltete
sich dabei zwangsläufig recht zeitaufwendig. Dass der Computer hierbei viel
eleganter einzusetzen ist, entdeckten die Schüler sehr schnell: Es muß nicht
jedes Bild vom Beginn neu gezeichnet werden, es reicht, wenn die
Veränderungen der Einzelbilder eingearbeitet werden. Hinzu kommt, dass
man sogar das Blättern des "Daumenkinos" vom Computer erledigen lassen kann,
wenn die Einzelbilder mit Hilfe eines "Gif-Animators" analog zum Daumenkino
"aneinandergeheftet" werden.
Nach ersten Versuchen in der 7. Jahrgangsstufe wird nun das Thema in Klasse 8 noch einmal aufgegriffen, um gezielt
Zahlreiche Kunstwerke implizieren bereits eine Bewegung, man kann sie beim betrachten eines Bildes geradezu erahnen. Mit Hilfe animierter Bilder (Gif-Animationen) sind die Schüler in der Lage, Ihre Interpretation eines Bildes zu verdeutlichen oder dem Bild sogar eine ganz andere Bedeutung zu geben. Die Kunstwerke werden zu diesem Zweck eingescannt und in einem Bildbearbeitungsprogramm weiter bearbeitet. Dabei können Teile des Bildes in Bewegung versetzt oder aber bewegte Objekte hinzugefügt werden.
Die zweite Möglichkeit der kreativen Beschäftigung mit diesem Medium bietet die Fotografie. Mit der schuleigenen digitalen Kamera werden Serien von Fotos erstellt, die Bewegungssequenzen darstellen. Diese werden mit einem Bildbearbeitungsprogramm und einem Gif-Animator zu kleinen "Filmchen" weiter verarbeitet. Mit den modernen Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich den Fotos verblüffende Effekte hinzufügen, so dass hier der kreativen Bearbeitung der Animationen viel Raum bleibt. Die Schüler bekommen dabei einen Eindruck des technischen Prinzips "Film", wobei hier nur Bildfrequenzen von 5 - 10 Bildern pro Sekunde Anwendung finden, die einen sehr ruckeligen Eindruck vermitteln. Weiterführende Fragestellungen drängen sich hier auf (z.B.: Wie erreicht man flüssige Abläufe?).
Weiterhin können mit den vielfältigen Hilfsmitteln eines modernen Bildbearbeitungsprogramms kleine Zeichentrickfilme selbst gestaltet werden. Hilfreich wäre in dem Zusammenhang der Einsatz von "Grafiktabletts", die unsere Schule aber noch nicht besitzt...