Untersuchung eines Flurneuordnungsverfahrens am Beispiel der Gemeinde Ardorf
Projekt: (16)
Das Flurneuordnungsgebiet Ardorf liegt etwa 12 km südöstlich der Stadt Esens und gehört
seit 1972 zur Einheitsgemeinde Wittmund. Ardorf ist keine geschlossene Siedlung, sondern
besteht aus mehreren Ortschaften, die als Haufen-, Reihen- und Streusiedlungen zu
unterschiedlichen Zeiten entstanden sind.
Unter einer Flurneuordnung versteht man eine Maßnahme zur Überwindung der
Flurzersplitterung durch Umlegung, d. h. die Neuordnung der Besitzverhältnisse und die
Schaffung größerer Parzellen zur leichteren Bearbeitung mit Maschinen. Ergänzend wurden
in Ardorf' Verfahren zur Dorferneuerung, zum Wegebau und zur Anlage von Biotopen
durchgerührt.
Das Flurneuordnungsverfahren Ardorf wurde am 7. September 1978 begonnen und am 20.
Juni 1997 feierlich abgeschlossen. Das Beispiel Ardorf bietet sich nicht nur durch seine
Nähe zum Schulort Esens an, sondern auch durch den gelungenen Ausgleich zwischen
den Notwendigkeiten der Ökonomie und den Erfordernissen der Ökologie. In diesem
Zusammenhang werden die Schüler untersuchen, in welchem Maße das
landschaftsprägende Wallheckennetz der Gemeinde Ardorf erhalten und restauriert werden
konnte. Sie sollen dabei erkennen, dass Wallhecken zwar ihre wirtschaftliche Funktion
eingebüßt haben, jedoch wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung für das Landschaftsbild
und für den Naturhaushalt in hohem Maße schützenswert sind. Weitere Fragestellungen im
Rahmen diese Projektes beziehen sich u. a. auf die geschichtliche Entwicklung der
Gemeinde Ardorf, auf die Ausgestaltung von Natur und Landschaft, auf die Landnutzung
sowie die Betriebsgrößenstruktur und auf die Ziele der Flurneuordnung in Ardorf.
"Official Nige Site" created
by ANS Team
in 1999, First Release