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Niedersächsisches Internatsgymnasium Esens

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Umzug in eine neue Gastfamilie


Umzug in die nächste Gastfamilie


„Mit meiner zweiten Gastfamilie hatte ich kein Glück. In den ersten zwei Wochen waren sie genial. Sie waren nett, haben sich gekümmert, waren interessiert. Das hat sich danach aber rapide geändert - Sie haben mich komplett ignoriert. Ich hab keine Ahnung warum. Die Situation wurde immer schlimmer.

Also habe ich wieder die Gastfamilie gewechselt. Und darüber bin ich noch heute froh. Es war eine dieser eher spontanen Aktionen. Ein thailändischer Rotarier stand plötzlich vor meiner Tür und fragte: „Willst du immer noch Gastfamilien wechseln?" Ich sagte nur: „Klar." „Gut", meinte er. „Ich hab eine neue für dich gefunden. Ich warte solange, hol deine Sachen runter, du hast eine Stunde."
Das war etwas zu spontan, wenn es nach mir gegangen wäre. Aber nach mir ging es ja nun mal nicht.

Meine neue Gastfamilie wohnt in „Si Racha". Das ist eine kleine, sehr liebenswürdige Stadt. Und das Coole ist, dass ich ziemlich zentral wohne. Ich kann also im Prinzip alles zu Fuß erreichen, was für
mich wichtig ist. Ich hab hier sogar ein Einkaufszentrum mit einem winzigem Kino drin.

In „Si Racha" wohnen ganz viele Japaner, "Little Japan" wird diese Stadt deshalb auch manchmal genannt. Gefällt mir echt gut. Es ist einfach ein angenehmes Stadtklima. Aus Wiebke Dirks vor ihrer Abreise nach Thailand.

Ausländer wie mich gibt es kaum, und wenn, dann wohnen die hier mit ihren Familien und
sind sogar ganz gut integriert. Touristenfreie Zone, was bedeutet, es ist gibt auch keinen Sextourismus.

Ich habe auch gemerkt, dass die Leute mich ganz anders anschauen als in Pattaya.
Einfach freundlicher, netter, offener. Kann natürlich auch alles Einbildung sein. Aber dass Thais stehenbleiben, mit dem Finger auf mich zeigen und das Wort „Auslander!!!" brüllen, dass ist mir hier erst
ein einziges Mal passiert. Ja, ich glaube man merkt, dass ich Pattaya so was von überhaupt nicht vermisse.

Der Nachteil ist aber, dass ich jetzt einen ewig langen Schulweg babe. 25 Kilometer, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln - da brauch ich eineinhalb Stunden um hinzukommen und dann abends noch mal eineinhalb Stunden zurück. Die Schule beginnt jetzt erst wieder und ich geh in die 12. Klasse.